Zinssenkungen: Wann nimmt sich Europa die Schweiz zum Vorbild?

Pressemitteilung vom 11. April 2024

Salzburg/Wien, 11.04.2024. In den letzten Wochen und Monaten hat sich an den großen Finanzmärkten alles um den Zeitpunkt der ersten Zinssenkungen gedreht. Die Schweizerische Nationalbank preschte vor und senkte als erste große westliche Notenbank den Leitzins. Die Schweiz zeigt damit, wohin die Reise auch für Europa und die USA gehen kann. Beide Regionen zögern einen Zinsschritt noch hinaus, wobei der Druck in Europa größer ist als auf der anderen Seite des Atlantiks. Martin Gautsch, Bereichsleiter Asset Management bei der Zürcher Kantonalbank Österreich, bewertet in seinem Marktausblick die aktuelle Lage.

Zuletzt zeigte sich an den internationalen Finanzmärkten ein eigenartiges Bild. Trotz spektakulärer All-Time-Highs, um mit dem S&P500, dem DAX Preisindex oder dem NIKKEI nur einige Beispiele zu nennen, herrscht keine Euphorie. Die Investoren sind verhalten und der Grund dafür liegt großteils in der sich nur langsam zurückbildenden Inflation und den von Aktien- wie Anleiheninvestoren damit verbundenen lange erwarteten, aber überwiegend noch ausstehenden Zinssenkungen, vor allem in den USA und in Europa. Auch meine Kollegen und ich haben dieses Thema laufend auf der Agenda, nach dem Motto ‚Täglich grüßt das Murmeltier‘. Nun hat die Schweizerische Nationalbank vorgelegt und den Leitzins von 1,75 auf 1,5 Prozent gesenkt., so Gautsch.

Erhöht das den Druck auf die USA und Europa? Hier muss festgehalten werden, dass die US-Wirtschaft weiterhin sehr robust ist. Wir erwarten ein Wachstum von rund zwei Prozent für das Jahr 2024. Das bringt die USA in eine komfortable Lage, denn der Druck, die Leitzinsen zu senken, ist nicht sonderlich hoch. Und dementsprechend bleiben US-Aktien gefragt. Im Wahljahr ist die Stimmung finanzmarktfreundlich. Auch die verschobenen Zinssenkungen stärken den Dollar. Daher ist die Zürcher Kantonalbank Österreich im Zuge der Asset Allocation in den USA übergewichtet.

Stimmungsaufhellung beim „Spätzünder“ Europa

Europa hinkt den USA weiterhin hinterher, die Wirtschaft wird 2024 voraussichtlich stagnieren. Dennoch ist auch in der Eurozone eine klare Stimmungsaufhellung zu beobachten, im Dienstleistungssektor ist der Trend laut Einkaufsmanagerindizes bereits aufwärtsgerichtet. Im Industriesektor, der zuletzt das Sorgenkind war, wurden Abwärtstendenzen immerhin von einer Konsolidierung abgelöst. Europa hat wirtschaftlich eine Talsohle erreicht und könnte in weiterer Folge, jedoch nicht von heute auf morgen, nach oben tendieren.

Am Wirtschaftswachstum gemessen, werden die USA mittelfristig weiterhin die Nase vorne haben. Auch aktienseitig sind die USA klar die Lokomotive. Doch aus Investorensicht erscheinen die US-Aktien von der Bewertung her bereits jetzt wesentlich teurer als europäische Papiere. Zudem muss berücksichtigt werden, dass der US-Aktienmarkt stark auf den Erfolgen von sehr großen Unternehmen aufbaut, während die Entwicklung im breiteren Aktienmarkt gar nicht so spektakulär anmutet. Hier spielen auch die KI-Fantasien der USA eine wichtige Rolle. In puncto Dynamik konnte Europa die USA zuletzt schon teilweise ausstechen. Der Preisvorteil europäischer Aktien könnte, wenn dann auch noch Unternehmensgewinne dank einer gestärkten Wirtschaft auf breiterer Basis hinzukommen, attraktive Möglichkeiten bieten. Dann würde sich auch eine stärkere Gewichtung Europas in der Asset Allocation anbieten.

Neutrale Positionierung bleibt aufrecht

Wir fokussieren derzeit stark auf Aktien und sind in den USA in unserer Ausrichtung leicht übergewichtet. Das ist nicht in Stein gemeißelt, aber aus unserer Sicht jedenfalls derzeit sinnvoll. Europa, das aus einem Untergewicht kam, ist bei uns mittlerweile neutral gewichtet. Noch sind wir nicht so weit, überzugewichten. Auch die Anleihenmärkte sehen wir langfristig positiv. In den nächsten Jahren werden die Zinsen sinken, einzig der Startschuss ist noch nicht gefallen. In weiterer Folge wird die Entwicklung auch die Anleiheninvestoren begünstigen, erklärt Gautsch die Positionierung.

Zinsfrühling in der Schweiz mit blühenden Small und Mid Caps

In der Schweiz, aus der unsere Mutter kommt, ist die Lage anders. Der Spielraum war deutlich größer als im Euroraum und den USA. Die wirtschaftliche Lage war robust und vor allem auch die Inflation niedrig. Dementsprechend fiel die Entscheidung, etwas Wirtschaftsförderndes zu tun, leicht. Auch kleine und mittlere Unternehmen rücken aus Investorensicht mehr in das Rampenlicht und überlassen die Show nicht nur den sogenannten Bluechips. Kleinere Titel aus der zweiten Reihe profitieren, wenn die Zinsen günstiger werden und sich die Wirtschaft stabilisiert. Mit dieser Entwicklung skizziert die Schweiz auch einen möglichen bevorstehenden Trend in anderen Regionen. In diesem Sinne hat die Schweiz eine positive Signalwirkung und symbolisiert den Beginn der Zinssenkungen in den Industrieländern.

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ist ein auf Private Banking spezialisiertes Bankhaus und betreut vermögende Privatpersonen, Stiftungen und Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich und Süddeutschland. Sie ist eine 100-prozentige Tochter der Zürcher Kantonalbank in Zürich. Unsere Mutter verfügt als eine der wenigen Banken weltweit über die Bestnoten AAA bzw. Aaa der drei großen Rating-Agenturen Fitch, Standard & Poor‘s und Moody’s und zählt zu den sichersten Universalbanken der Welt. Als Schweizer Traditionshaus blickt die Zürcher Kantonalbank auf eine über 150-jährige Geschichte zurück.

Sicherheit, Stabilität und Wachstum prägen unsere Geschäftspolitik. Seit Beginn unserer Tätigkeit im Jahre 2010 verzeichnet die Zürcher Kantonalbank Österreich AG ein jährliches Wachstum von 15-20 %. An den beiden Standorten Salzburg und Wien sind aktuell
119 Mitarbeitende beschäftigt und verwalten ein Geschäftsvolumen von 3,4 Milliarden Euro. Wir konzentrieren uns auf das Veranlagungsgeschäft. Strategische Beratung und Vermögensverwaltung zählen zu unseren Kernkompetenzen. Unsere lokalen Asset-Management-Spezialisten unterstützen unsere Kund:innen und Berater:innen bei allen wichtigen Anlagethemen. Dank der engen Zusammenarbeit mit über 200 Anlageexpertinnen und Experten unserer Mutter ist es uns möglich, die besonderen Bedürfnisse unserer Kund:innen zu berücksichtigen. Wir bringen alle Entscheidungsträger aus dem Private Banking, Asset Management mit unseren Kund:innen an einen Tisch. Das macht uns zu einem kompetenten und verlässlichen Partner. Kundenzufriedenheit ist unser höchstes Gut. Wir freuen uns über die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsstudie, da wir mit höchster Servicequalität, Kompetenz und Performance überzeugen konnten.

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